Simson SR50 - Nach der Schwalbe kam ein neuer Star

Simson SR50

Nicht wirklich der direkte Nachfolger aber ein würdiger Ablöser der legendären Schwalbe wurde mit dem neu konstruierten StadtRoller SR50 ab 1986 in Suhl produziert.

Mit Neuerungen wie der Teleskopgabel - ein Novum in dieser Klasse - und der Hinterradaufhängung mit (je nach Ausführung) verstellbaren Federbeinen in Kombination mit den ungewöhnlichen 12-Zoll Rädern überzeugte der Simson SR50 mit einem ausgewogenen Fahrverhalten, das deutlich über Klassendurchschnitt lag.

Auch durch die große Sitzbank in Verbindung mit den langen Trittbrettern ist man auf dem Simson SR50 alleine oder zu zweit bequem unterwegs.

Dank des Einigungsvertrags ist es erlaubt, Fahrzeugen, die bis zum 28.02.1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind, mit einer Höchstgeschwindigkeit von eingetragenen 60 km/h als Kleinkraftrad ("50er Moped") lediglich mit Versicherungskennzeichen zu fahren.

Grundlage dafür ist natürlich auch eine ausreichende Motorleistung.

Die liefert der altbekannte Simson-Motor M541 bzw. dessen Varianten, die schon in der S51 und der Schwalbe für genügend Vortrieb sorgten.

Der Zweitakter leistet in den Baujahren bis 1992 3,7 PS (2,7 kW) und ist je nach Ausführung mit einer 3.Gang oder 4-Gang Fußschaltung kombiniert.

Die Modellgeschichte der Simson SR50:

  • SR50 N:
    Wie bei Simson üblich gab es auch den SR50 in einer Grundausstattung mit Dreiganggetriebe, ohne Blinker und mit 6V Elektrik mit Schwunglichtzündung. Für die Funktion des Signalhorns (Hupe) sorgte eine Trockenbatterie.

  • SR50 B3:
    Diese Ausführung wurde im Vergleich zum "N" mit einer elektronischen Blinkanlage, einer 6 Volt Batterie mit 4,5 Ah und seitlichen Gepäckträgern ausgestattet.

  • SR50 B4:
    Weitgehend identisch zum "B3" erhielt diese Ausführung eine 4-Gang Schaltung sowie ein größeres Kombiinstrument.

    Zusammen kommen B3 und B4 auf eine Stückzahl von über 96.000 und sind somit am meisten verbreitet.

  • SR50 C:
    Zusätzlich zum Vierganggetriebe enthielt die "Comfort"-Ausstattung eine 12 Volt Anlage mit Elektronikzündung, eine strukturierte Sitzbank, zwei Rückspiegel und 5-fach verstellbare Federbeine.

  • SR50 CE:
    Das Top-Modell der Simson SR 50 Reihe hatte ergänzend zur Comfort-Ausstattung auch einen elektrischen Anlasser.

    Ab 1989 erhielten alle Modelle eine 12V Elektrik und das Vierganggetriebe, auch die strukturierte Sitzbank war serienmäßig. Erkennbar sind diese Fahrzeuge am "/1" als Modellzusatz.

  • SR50/1 B - das neue Grundmodell
    Nachdem die mangelnde Nachfrage das N-Modell aus der Produktpalette verdrängt hatte, wurde eine einheitliche "B" als Basismodell eingeführt.

  • SR50/1 C:
    Auch hier erhielt man im Comfort-Modell 5-fach verstellbare Federbeine sowie eine HS1 Halogenlampe im Hauptscheinwerfer.

  • SR50/1 CE:
    Wie bereits beim Vorgänger hatte das Top-Modell zusätzlich einen Elektrostarter verbaut.


Nach der Wende - Suhler Fahrzeugwerk GmbH
In der Zeit der Privatisierung der VEB Simson Suhl brach der Markt aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation zusammen, was 1991 zum Ende der Produktion führte.
Dies brachte einige ehemalige Mitarbeiter dazu, zusammen die "Suhler Fahrzeugwerk GmbH" zu gründen und die Produktion von Simson Fahrzeugen wiederaufzunehmen.

In diesem Zuge wurde auch der SR50 an die neuen Umstände angepasst und die Fertigung wurde wieder aufgenommen. Die Bezeichnung wurde ab 1993 um ein "X" ergänzt, der Modellname lautet "gamma".

Wichtige Änderungen waren die serienmäßigen verstellbaren Federbeine, eine aufwändige und zeitgenössische Kunststoffverkleidung sowie einer reduzierte Leistung von 3,3 PS (2,4 kW), um die Höchstgeschwindigkeit von nun 50 km/h einzuhalten.

Optional konnte die Trommelbremse vom "XG"-Modell auf eine Grimeca Scheibenbremse im "XC"-Modell aufgewertet werden.

Ein Elektrostarter war mit beiden Simson SR 50 Varianten kombinierbar.

Zusätzlich wurde ein Mofa-Modell eingeführt, das mit Dreigangschalung und 1,6 PS auf 25 km/h kommt, eine Einzelsitzbank hat und ebenfalls mit elektrischem Anlasser erhältlich war.

In seiner ursprünglichen Form wurde der Simson SR 50 ab 1996 als "Star 50 Classic" vertrieben, das Mofa als "Star 25 Basic" und später als "Star 25 Classic".

2002 war dann endgültig die Zeit von Simson abgelaufen und auch die Produktion des StadtRollers wurde eingestellt.

 

Tags: Ratgeber
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